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Technischer Fachwirt

Erklärt

Zuschlagskalkulation

Kalkulationsmethode, bei der Einzelkosten direkt zugerechnet und Gemeinkosten über Zuschlagssätze auf die Kostenträger verteilt werden.

Die Zuschlagskalkulation ist eine verbreitete Methode, um Selbstkosten und Angebotspreise zu ermitteln. Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten werden direkt dem Produkt zugerechnet, Gemeinkosten dagegen über Zuschlagssätze. Die Summe ergibt die Selbstkosten, auf die anschließend Gewinn- und Risikoaufschläge kommen.

Im Angebotsgeschäft ist das Verfahren praktisch, weil es mit wenigen Kennzahlen auskommt. Die Genauigkeit hängt jedoch davon ab, wie gut die Zuschlagssätze aus dem Betriebsabrechnungsbogen abgeleitet sind. Veraltete Sätze führen zu Angeboten, die auf dem Papier rentabel wirken und in der Umsetzung Verluste bringen. Für Betriebe mit vielen unterschiedlichen Produkten ist die Methode nur dann sinnvoll, wenn die Zuschlagsbasis zum Ablauf im Betrieb passt.

Ähnliche Stichwörter

  • GemeinkostenKosten, die sich einem einzelnen Produkt oder Auftrag nicht direkt zurechnen lassen und deshalb über Schlüssel verteilt werden.
  • BetriebsabrechnungsbogenTabellarische Übersicht, in der Gemeinkosten den Kostenstellen zugeordnet und daraus Zuschlagssätze für die Kalkulation berechnet werden.
  • KostenträgerProdukt, Auftrag oder Leistung, auf die Kosten letztlich verrechnet werden, um Stückkosten und Angebotspreise zu bestimmen.